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Mein Yogastudio mit Herz schließt: Traurigkeit, Dankbarkeit und Transformation

27. Januar 2017 – von

Eigentlich sollte ich lernen, denn in drei Wochen steht eine größere Prüfung für mich an. Doch die letzten Tage war ich sehr nachdenklich.

Wieso? Melanie – die Inhaberin meines persönlichen Yogastudios mit Herz – hat es vergangene Woche offiziell gemacht: Yogalanie wird seine Form verändern und die Räumlichkeiten in der Mainzer Neustadt schließen Mitte April 2017.

Voller Verständnis für diese mutige Entscheidung, denn Mel wird im Mai zum dritten Mal Mutter, hat mich diese Nachricht doch ganz schön melancholisch werden lassen …

Einerseits habe ich damit gerechnet und andererseits doch insgeheim gehofft, dass es irgendwie weitergeht, denn mein ganzes Herz hängt an diesem Ort. Schon häufiger habe ich auf diesem Blog erwähnt, wie dankbar ich für dieses Yogastudio bin, mit all der Herzlichkeit und bedingungslosen Offenheit der Menschen, die dort zusammenkommen und Yoga praktizieren.

Da man eigentlich nie oft genug DANKE sagen kann, möchte ich hier noch einmal die Gelegenheit nutzen, mich ganz offiziell zu bedanken und meine Gedanken bezüglich dieses wunderbaren Ortes zu teilen. Denn dafür ist ein persönlicher Blog ja schließlich auch da …

3 Jahre Yogalanie – das Yogastudio mit Herz in der Mainzer Neustadt

Vor ziemlich genau drei Jahren erfüllte sich Melanie einen ihrer größten Träume und erschuf einen gemütlichen Ort voller Herzlichkeit und unglaublicher Offenheit: das Yogastudio Yogalanie in der Mainzer Neustadt.

Als ich Yogalanie zum 1. Mal betrat, war ich verzaubert und hin und weg von Melanie, die mir direkt das Gefühl gab, zu 100 % willkommen zu sein. Für mich war schnell klar: Hier muss ich bleiben!

Über die Zeit hat Melanie und der Rest vom Team das Yogalanie für mich zu einem Ort gemacht, an dem ich unglaublich tolle Menschen kennengelernt habe, tiefe Freundschaften schließen durfte – ohne auf der Suche danach gewesen zu sein – und eine der wichtigsten Entscheidungen meines bisherigen Lebens getroffen habe.

Yogalanie ist ohne zu übertreiben zu meinem 2. Wohnzimmer geworden. Ein Ort, an dem ich mich vollkommen verbunden fühle. Yogalanie hat mein Herz noch größer gemacht und vor allem dazu beigetragen, dass ich diesem immer mehr folge. Dafür werde ich ewig dankbar sein und kann diese Dankbarkeit nicht oft genug formulieren.

Auf zu neuen Ufern …

Jetzt heißt es loslassen und Abschied nehmen von diesem wunderbaren Ort.

Melanie möchte ihrem persönlichen Yogaherz wieder mehr Aufmerksamkeit schenken, mit weniger Zeitaufwand für das ganze Drumherum und sich selbst treu bleiben mit mehr Yoga Spirit und weniger Unternehmergeist. Eine Entscheidung, die ich sehr gut verstehen kann und überaus mutig finde. Sie folgt und vertraut ihrem Herzen. Eine Eigenschaft, die ich schon immer zutiefst an ihr bewundert habe.

Yoga mit Melanie wird es nach der Babypause weiterhin geben, aber eben ohne das Yogastudio. Sie selbst nennt es weder „Ende“ noch „Neuanfang“ sondern vielmehr „Transformation“.

Das macht mir Mut. Auch wenn mir der Gedanke noch etwas schwer fällt, ist jetzt vielleicht genau die richtige Zeit, sich von diesem Ort zu verabschieden. Meine Yogalehrerausbildung startet im März, welche meinen Yogaweg sicherlich weiter bereichern und transformieren wird. Also auf zu neuen Ufern! Loslassen, offen und mutig bleiben …

Die Menschen, die ich an diesem Ort kennenlernen durfte, bleiben Teil meines Lebens

Eine meiner größten Befürchtungen bezüglich der Studioschließung war, dass ich den Kontakt zu all den tollen Menschen verliere, die ich dort kennenlernen durfte. Insbesondere unsere Acro Yoga Community ist mir im letzten Jahr so sehr ans Herz gewachsen.

Mittlerweile weiß ich, dass ich es selbst in der Hand habe. Und so haben wir schon diverse Ideen, wie wir unsere Donnerstagabend-Community erhalten, selbst aktiv werden und die Dinge in Angriff nehmen.

Passend dazu möchte ich an dieser Stelle ein Gedicht zitieren, welches Melanie in einer unsere Acro Yoga Stunden vorgelesen hat. Mich hat es zutiefst berührt, denn keine Worte könnten die Gedanken über meine Yogafreundschaften besser beschreiben:

Es ist ein großes Geschenk,
mit Menschen zusammen zu sein,
die nicht darauf aus sind,
immer mehr zu haben,
sondern unterwegs sind zu sich selbst;

Menschen,
die das Wesentliche suchen,
entfalten wollen, was angelegt ist;

die aufeinander hören
und voneinander lernen wollen;

die aufeinander zugehen
und für Mitmenschen einstehen;

die ihre Gefühle zeigen
und so Offenheit ermöglichen;

die herzhaft lachen können
und Trauer verstehen;

die Herausforderungen annehmen
und an ihnen wachsen;

die das Leben genießen
und für jeden Tag dankbar sind.

Menschen, die wissen,
dass sie ihrem Leben nicht mehr Tage,
aber ihren Tagen mehr Leben geben können.

(Max Feigenwinter)

 

In ewiger Dankbarkeit

Louisa

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2 Kommentare

  • antworten Silja 27. Januar 2017 at 22:05

    Ein wunderschöner Artikel. Ich kann das so gut nachvollziehen wie es dir grade geht. Das Gedicht ist sehr schön. So geht es mir auch mit Yoga Freundschaften.
    Alles Liebe 💖💖

    • Louisa
      antworten Louisa 27. Januar 2017 at 22:31

      Danke liebe Silja <3 <3 <3

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